„Wenn wir nur etwas hätten, auf das man sich verlassen kann...”
Mit MPLS kein Problem!
Was bedeutet QoS (Quality of Service)?
Um den Anforderungen eines professionellen Einsatzes zu genügen, müssen Datenleitungen und Netzwerke verbindliche Leistungen erfüllen, so dass die dahinter stehenden Prozesse und Geräte sich auf die Verfügbarkeit der Datenverbindung verlassen können. So einfach und selbstverständlich dies klingt, in der Praxis kann nicht unbedingt davon ausgegangen werden. Wie jede technische Einrichtung ist auch ein Netzwerk gewissen maximalen Leistungsgrenzen unterworfen und kann bestimmte Toleranzen im Betrieb aufzeigen. Bei der Planung eines Netzes ist darauf zu achten, dass diese Untergrenzen nicht zu einer Störung der Abläufe führen, sprich: der untere Schwellwert so hoch angesetzt ist, dass ein Regelbetrieb einfwandfrei möglich bleibt. Schon durch die Wahl eines ausreichend dimensionierten Netzwerks (entsprechend hohe Bandbreite) und die hohe Verfügbarkeit (z.B. durch Einsatz hochqualitativer Glasfaser) kann eine hoher Qualitätslevel erreicht werden. Damit aber während des laufenden Betriebs innerhalb des Netzes bei der Datenübertragung Schwankungen nach unten weitestmöglich unterbunden werden, können zusätzlich sogenannte QoS (Quality of Service) Parameter zum Einsatz kommen.
Mit Hilfe der Quality of Service (QoS) können für einzelne Dienste innerhalb einer Netzwerk-kommunikation bestimmte Prioritäten voreingestellt werden, so daß diese beispielsweise bevorzugt transportiert werden. Gerade für auf einen kontinuierlichen Datenstrom angewiesene Dienste kann dies eine Notwendigkeit darstellen, um kontinuierlich verfügbar und nutzbar zu sein.
Digitale Telefonie über Datennetze
Schon längst keine Vision mehr - sondern Alltag in vielen Unternehmen rund um die Welt
Bei der Sprachkommunikation über Netzwerke besteht die größte Herausforderung darin, den Datenfluß an gesprochenen Informationen ohne merkliche Verzögerung vom Sender zum Empfänger zu transportieren. Und innerhalb eines paketorientierten Netzwerks, wie das Internet eines ist, auch noch in der richtigen Reihenfolge. Zeitverzögerungen würden ein Gespräch zwischen zwei Teilnehmern, das in Echtzeit als Dialog ablaufen sollte, stören bzw. unmöglich machen. Schon Verzögerungen im zehntel Sekundenbereich belasten die Kommunikationsqualität in spürbarem Maße und stellen damit die Nutzbarkeit des gesamten Dienstes infrage.
Das Priorisieren von einzelnen Datenpaketen innerhalb eines Stroms von Daten erlaubt es, für bestimmte Dienste im Netzwerk so weit es technisch noch möglich ist, gewisse Übertragungsstandards festzulegen. Dies geschieht auf Kosten des übrigen Datenverkehrs, der im gleichen Maße benachteiligt wird wie das Quality of Service bestimmte Datenarten bevorzugt. Doch ist der Transport von E-Mails beispielsweise weniger zeitkritisch als der Stream von Echtzeit-Informationen wie Audio, Video oder Überwachungsdaten von Maschinen oder Systemen. Die Priorisierung ermöglicht die Erhöhung der Dienstgüte, ohne dass hierfür technische Veränderungen vorgenommen werden müßten wie etwa eine Erweiterung der Bandbreite. Darüber hinaus kann QoS so geschickt implementiert werden, dass die weniger zeitkritischen Dienste nur unmerklich weniger rasch übermittelt werden. Ein individuell eingepaßtes Quality of Service Management kann also deutliche Vorteile in der Netzauslastung und Netzverfügbarkeit bewirken ohne gleichzeitige Nachteile. Die Einbettung von Quality of Service in ein bestehendes Netzwerk erfordert allerdings ein hohes Maß an Know-How und endet auch nicht mit der Implementation, sondern benötigt eine konsequente Netzüberwachung, um Optimierungen und Korrekturen vornehmen zu können.